Man kann die Welt immer nur so weit erklären, wie man in der Lage ist sie zu verstehen!

Das "erstehen der Welt"fördert das Fach Erdkunde durch seine Auseinandersetzung mit den Wechselbeziehungen zwischen Natur und Mensch in unterschiedlichen Regionen der Erde. "Aktuelle geographisch […] relevante Phänomene und Prozesse, wie z. B. Globalisierung, Klimawandel, Erdbeben, Hochwasser und Stürme, aber auch Bevölkerungsentwicklung, Migration, Disparitäten und Ressourcenkonflikte, prägen unser Leben und unsere Gesellschaft auf dem Planeten Erde in vielen Bereichen." (Deutsche Gesellschaft für Geographie (2007): Bildungsstandards im Fach Geographie, Seite 5) Somit weist das Fach Erdkunde einen hohen Aktualitäts- und Realitätsbezug auf und knüpft daher an konkreten Lebenserfahrungen von Schülerinnen und Schülern  an. Das Unterrichtsfach hilft sich die Welt mit entsprechenden Methoden und Arbeitstechniken zu erschließen. Den Schülerinnen und Schülern wird die Wirkung ihres Verhaltens im Heimatraum bewusst. Durch den Unterricht über andere Länder der Erde weiten sie gleichzeitig ihren Horizont und erkennen, dass ihre Heimat vielfältig mit der Welt insgesamt verbunden ist. Sie erfahren die Einheit und Besonderheit, die Eigenständigkeit und Abhängigkeit von der Welt (vgl. Schallhorn (2004): Erdkunde Didaktik. Seite 12).

Themen

Die Themen des Erdkundeunterrichts in der Sekundarstufe I (Klassen 5-10) sind in dem schulintern umgesetzten Kerncurriculum des Landes Niedersachsen festgelegt und umfassen die Kompetenzbereiche Raumkenntnis, Raumwahrnehmung, Raumbewertung und Raumbewusstsein. Die Themen in der Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 und 12) werden in Form von Modulen für die vier Schulhalbjahre bis zum Zentralabitur vom Kultusministerium jeweils neu festgelegt.

Diese sind neben "Deutschland in Europa", als verbindliches Raummodul, "Nordafrika und Vorderasien (Orient)", "Afrika südlich der Sahara", "Lateinamerika", "Angloamerika", "Russland und asiatische Nachfolgestaaten der Sowjetunion", "Südasien", "Ostasien", "Südostasien", "Australien und Ozeanien" sowie "Weltmeere als Zukunftsraum"

Methoden

Das Erlernen von fachspezifischen Methoden hat im Erdkundeunterricht eine zentrale Bedeutung (z. . Auswertung von Klimadiagrammen und Statistiken, Atlas- und Kartenarbeit, Experimente).  Sie fördern die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler Informationen zu beschaffen und zu verstehen. Gewonnene Erkenntnisse werden kritisch reflektiert und kriterienorientiert beurteilt. Die Präsentation von Gelerntem sowie der sach- und situationsgerechte Austausch innerhalb der Lerngruppe und darüber hinaus stellt eine weitere Herausforderung des Erdkundeunterrichts dar.